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Ursachen

1. Versottung

Eine Versottung ist einer der häufigsten Gründe für eine Sanierung. Dabei ist aber die Versottung nicht die Ursache, sondern leider schon die offensichtliche Auswirkung einer nicht mehr einwandfrei arbeitenden Abgasleitung. Sie macht sich, wie Sie auch an den Bildern erkennen können, durch hellbraune bis tiefschwarze Flecken an der Wand bemerkbar.

 

Als Ursache kommen mehrere Möglichkeiten in Frage:

 

- Versottung durch Taupunktunterschreitung

Dies ist die am häufigsten auftretende Ursache für die Versottung und tritt meist dann auf, wenn bei der Modernisierung der Heizungsanlagen aus Kostengründen an der Schornsteinsanierung gespart wurde. In der Regel beginnt eine Versottung durch Taupunktunterschreitung im Kaltbereich bzw. in den oberen Wohngeschossen sowie in schlecht beheizten Räumen und zieht sich mit der Zeit zur Schornsteinsohle durch, wobei man keine Aussagen über die Dauer machen kann, da dieser Vorgang Wochen, Monate oder Jahre dauern kann.




- Versottung durch Regeneinfall

Der Einfall von Regen in die Schornsteinmündung ist die Ursache, die sich am einfachsten beheben lässt. Sie trifft in der Regel nur bei starken Niederschlägen in Verbindung mit einer ungünstigen Windstärke oder Richtung auf. Abhilfe leisten hier z. B. Schornsteinaufsätze.


Eine Behebung des Problems wird auch erreicht, wenn der Schornsteinkopf mit einer Schornsteinkopfverkleidung versehen wird, die verhindert, dass das Mauerwerk mit Niederschlagwasser in Berührung kommt. Hier ist es wichtig, dass eine Hinterlüftung von 2 cm vorgesehen ist, da man sonst das Niederschlagwasser aussperrt, jedoch ein Problem mit Schwitzwasserbildung bekommt.

 

 

- Versottung durch Baumängel



Wenn die Versottung an der Schornsteinsohle beginnt und der Einfall von Regen ausgeschlossen werden kann, ist es möglich, dass die Ursache darin liegt, dass der Schornstein die Feuchtigkeit aus dem Untergrund fördert (Kapillarwirkung). Die Ursache hierfür kann eine unsachgemäße Errichtung sein. Die Behebung dieses Problems ist nur mit relativ hohem Aufwand möglich, da man in diesem Fall die Kapillarwirkung unterbrechen müsste.



Wenn die Versottung bereits eingetreten ist, ist es wichtig, für die Austrocknung des Mauerwerks zu sorgen, bevor man die erforderlichen Renovierungstätigkeiten tätigt, da die Flecken, die durch die Versottung entstanden sind, die Eigenschaft besitzen, sehr hartnäckig zu sein. Daher ist es manchmal auch ratsam, die "Bescherung" vor der Renovierung mit entsprechender Hinterlüftung zu verkleiden.

2. Neue Heizungsanlage

Wenn eine Heizungsanlage defekt ist oder nicht mehr den gesetzlichen Anforderungen entspricht, muss sie modernisiert werden.

Weil Heizungen und Abgasanlage sich in ihrer Funktion ergänzen, erfordert eine Veränderung am Heizsystem gleichzeitig eine Anpassung der Abgasanlage. Neue Heizungsanlagen besitzen einen besseren Wirkungsgrad, sie verbrauchen weniger Brennstoff und arbeiten mit geringen Temperaturen. Das hat Auswirkungen auf das Verhalten der Abgase. Die Funktion der Abgasanlage wird beeinträchtigt.

Damit es durch eine neue Heizanlage nicht zu dem oben beschriebenen Versottunsproblem kommt, sollte mit dem Kauf einer neuen Heizanlage gleichzeitig eine Anpassung des Schornsteins an die neuen Gegebenheiten vorgenommen werden.

In den meisten Fällen kann durch eine Verringerung des Schornsteinquerschnitts eine optimale Abgasführung sichergestellt werden. Bei dieser Kaminsanierung wird, sofern der Platz ausreichend ist, in den bestehenden Schornstein eine neue Abgasleitung eingeführt. (Siehe auch "Beispiel einer Sanierung").

Hierzu verwendet man Keramik- oder Edelstahl-Systeme wie sie auch im Programm der Joseph Raab GmbH & Cie.KG angeboten werden.


Mit dieser recht einfachen Anpassung, die nur von Fachfirmen durchgeführt werden sollte, wird die volle Funktionalität des Abgassystems wiederhergestellt.

3. Nachträgliche Anschaffung von Kamin oder Ofen

In den eigenen vier Wänden soll man sich wohlfühlen und sie sollen einem das Gefühl von Geborgenheit vermitteln. Wer hat dabei nicht schon einmal über einen gemütlichen Abend am offenen Kamin gedacht oder sich vorgestellt, wie es ist, dem flackernden Feuer im Ofen zuzuschauen. Viele Menschen erfüllen sich diesen Wunsch und suchen sich in einem der zahlreichen Kamin- und Ofenstudios das Objekt der Begierde aus.



In einer guten Beratung wird der Verkäufer aber auf jeden Fall mit Ihnen klären, ob die Abgasführung vom Aufstellungsort bis über das Dach gewährleistet ist. Eine Lösung gibt es dabei immer, die Frage ist nur, welche realisierbar ist. Am einfachsten ist es, wenn die örtlichen Gegebenheiten eine Abgasführung im bestehenden Schornstein zulassen. Bei entsprechendem Platz kann auch im bestehenden Schacht eine weitere Abgasleitung, z. B. aus Edelstahl, eingebaut werden.

Wenn der bestehende Schornstein nicht geeignet ist, um einen Kamin oder Ofen anzuschließen, gibt es die Möglichkeit ein neues abgasführendes System zu errichten. Man kann hierbei zwischen zwei Systemen unterscheiden. Raab bietet für den nachträglichen Einbau im Gebäude das Universal-Schornsteinsystem und für den Anbau an der Fassade z. B. das DW-Alkon-System an.



Funktional sind beide Systeme. Einzig und allein entscheidend für die Auswahl sind die baulichen Gegebenheiten vor Ort, die ausschlagebend sind, welches System zum Einsatz kommt. Lassen Sie sich von unseren Partnern oder unseren Außendienstmitarbeitern beraten.

 

Wir helfen Ihnen die Möglichkeiten zu ermitteln.