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Beispiel einer Kaminsanierung

 

 

Der Anlass für die nachfolgend beschriebene Kaminsanierung war die Anschaffung einer neuen Heizungsanlage, bestehend aus Kessel und Boiler.

Die bestehende Abgasleitung, ein Mantelstein mit unglasiertem Keramikrohr, war für die neue Technik nicht ausreichend.

Des weiteren entsprach die alte Abgasleitung nicht den Anforderungen an eine feuchtigkeitsunempfindliche Bauweise.

1. Schritt: Vorrausetzungen prüfen

 

Eine Querschnittsverminderung durch das Einlassen eines neuen Abgasrohres mit kleinerem Querschnitt sollte hier Abhilfe schaffen und einen optimalen Wirkungsgrad erreichen.



Die Voraussetzungen für die Sanierung waren ideal, da der bestehende Kamin gerade geführt war und das Einlassen eines neuen Abgasrohres sich dadurch unproblematisch gestalten ließ.

2. Schritt: Vorarbeiten

 

Einen Tag vor der Kaminsanierung wurde von einer Heizungsbaufirma die alte Anlage ausgebaut und fachgerecht entsorgt. Dadurch war für die Kaminsanierung ausreichend Platz geschaffen und der Zugang zum bestehenden Schornstein ideal.

Der bestehende Schornstein wurde an den Stellen, an denen Reinigungsöffnungen (untere und obere) sowie Feuerstättenanschluss montiert werden müssen, aufgestemmt.

 

Um die Statik der alten, bestehenden Rohrsäule nicht zu gefährden, wurde nach dem Aufbrechen der äußeren Schale die Keramikrohrsäule mit der Trennscheibe aufgeschnitten.

3. Schritt: Material anpassen

 

 

 

Nach diesen Vorarbeiten wurden die Bauteile der neuen Edel-Keramikrohre zugeschnitten. Dies konnte erst nach dem Ausmessen der Anschlussöffnungen vor Ort geschehen.

4. Schritt Montage

 

 

 

Die neue Keramikrohrsäule wurde nach und nach von unten nach oben aufgebaut. Begonnen wurde dabei mit dem Einbringen des ersten Bauteils, dem Kondensatablauf (überwiegender Anwendungsfall).

 

 

Um die weiteren Bauteile jeweils aufzusetzen wurde das untere Bauteil oder Rohr im Muffenbereich mit Säurekitt bestrichen bevor das nächste aufgesetzt wurde. Hierdurch stellt man die Dichtigkeit des Systems her.

 

 

 

 

 

Auf den Kondensatablauf wurden dann als nächstes die Formteile "Reinigungsöffnung" und "Feuerstättenanschluss" aufgesetzt.

 

 

 

 

 

Anschließend wurden vom Dach aus weitere Rohrteile nach und nach auf die bestehende Säule aufgesetzt.

 

 

Circa alle 2 Meter wurden die zuvor am Rohr befestigten Abstandschellen eingesetzt. Sie gewährleisten die zentrische Standsicherheit des Systems.

 

Auch die obere Reinigungsöffnung wurde vor Ort abgelängt, damit sie auch an der Stelle der aufgestemmten Öffnung liegt. Mit einer Mauerschelle, die in den Außenmantel mit eingearbeitet wurde, erzielte man eine zusätzliche zentrische Standsicherheit. Nach den restlichen Rohren bis zur Mündung war auf eine hinterlüftete Kopfausbildung zu achten, um die Durchlüftung des alten Schornsteinschachtes zu gewährleisten.

 

 

Abschließend wurde der bestehende Schornsteinschacht im Bereich der Aufbrüche mit Mauerziegeln verschlossen und verputzt. Dort wo die Reinigungsöffnungen eingearbeitet wurden, hat man im Außenmantel Reinigungstüren aus Edelstahl eingearbeitet. Hierdurch wurde der Brandschutz gewährleistet und trotzdem ein Zugang zu den Öffnungen am Innenrohr ermöglicht.

 

Der neue Heizkessel konnte nun an das neue Abgassystem angeschlossen werden.

Ablauf